Seit mehr als neun Jahrzehnten steht der Name Furtmann in Frohnhausen für Gastlichkeit. 1919 gegründet hat sich der Kölner Hof von der gutbürgerlichen Gaststätte mit Kegelbahn, in der Arbeiter ihr verdientes Feierabendbier tranken, zu einer der Top-Adressen für Gourmetküche im Ruhrgebiet entwickelt.
Mehr »
Gegründet wurde der Kölner Hof von Wilhelm Furtmann und seiner Frau Luise, die bis zum Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts am Herd und hinter dem Tresen standen. Sohn Willi übernahm mit seiner Frau Maria das Lokal und baute es nach dem Krieg im zerstörten Essen wieder auf. Er lernte gleich zwei Berufe: den des Konditors und den des Kochs und war so bestens gerüstet, die Gaststätte erfolgreich ins Wirtschaftswunder zu führen. Der Kölner Hof etablierte sich als Gaststätte mit gutbürgerlicher Küche, die der Tradition verbunden war und nur frische Produkte verwendete. Hinter der Theke sorgte Maria Furtmann dafür, dass sich die Gäste an der Theke, in der Gaststube und auf der Kegelbahn wohlfühlten. Maria und Willi führten den Kölner Hof bis 1979.
Heinz Furtmann stieg in Vaters Fußstapfen und lernte Konditor und Koch, bis er sich auf Wanderschaft machte, um neue kulinarische Erfahrungen zu sammeln. Das Golfhotel im schottischen Turnberry hinterließ einen prägenden Eindruck, denn hier lernte er, was es heißt, jederzeit mit den besten Produkten zu arbeiten. Das Hotel hatte eine eigene Tierfarm und einen eigenen Bauernhof. Der tagesfrische Fang der schottischen Fischer wurde sofort verarbeitet. Respekt vor den zu verarbeitenden Lebensmitteln gehörte ebenso dazu wie die Raffinesse, die Spitzengastronomie auszeichnet. In Schottland liegt gewissermaßen die Wiege des Kölner Hof als Gourmet-Restaurant.
Bei seiner nächsten Auslandsstation im schweizerischen Crans Montana lernte er seine Frau Rosmarie kennen, ein Glücksfall, denn die gelernte Hotelfachfrau und Restaurantmeisterin war die perfekte Ergänzung, als die beiden sich entschlossen, das Wagnis einzugehen, aus der gutbürgerlichen Gaststätte ein Gourmet-Restaurant zu machen. Kreative Küche und herzlicher Service haben schnell dazu beigetragen, den Ruf des Restaurants über die Stadtgrenzen hinaus zu festigen.
Rosmarie und Heinz Furtmann liegt die Gastronomie im Blut – heute wie vor dreißig Jahren!